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Neuigkeiten 2016

Die Vorlesung „Vakuumtechnik für Chemieingenieure“ wurde von der DVG ausgezeichnet.
Verleihung Gütesiegel
Verleihung des Gütesiegels in der DVG-Geschäftsstelle, Kaiserslautern. Das Photo zeigt Dr. Michael Wahl (Leiter der DVG-Geschäftsstelle), Dr. Christian Day und Prof. Michael Kopnarski (Präsident der DVG) (v. li. nach re.). (Foto: ITEP/KIT)

Die Vorlesung "Vakuumtechnik für Chemieingenieure", die Dr. Christian Day, Leiter des Institutsbereichs Vakuumtechnik am Institut für Technische Physik, schon seit der Gründung des KIT am Campus Süd anbietet, wurde mit dem Gütesiegel der Deutschen Vakuumgesellschaft (DVG) "Geprüfte Lehrveranstaltung" ausgezeichnet.

"Die Vakuumtechnik ist eine klassische Schlüsseltechnologie, made in Germany. Die Studierenden können sicher sein, eine Vorlesung zu hören, die den aktuellen Wissensstand abbildet und neueste Trends aufgreift. Ich freue mich bereits auf die Re-zertifizierung in 2019",  so Day anlässlich der Verleihung.

Die DVG hat die Aufgabe der Betreuung wissenschaftlicher und technischer Disziplinen auf dem Gebiet der vakuumgestützten Wissenschaften und Technologien. Mit dem Gütesiegel wird zertifiziert, dass die Lerninhalte der Vorlesung mit Übungen den gegenwärtigen Stand der Technik abbilden und sich in Übereinstimmung mit den Ausbildungsrichtlinien der DVG befinden. Das KIT ist die einzige Universität in Deutschland, an der die wissenschaftlichen Grundlagen und industriellen Anwendungen der Vakuumtechnik in einer eigenständigen Vorlesung im Masterstudium gelehrt werden.


Neuigkeiten 2015

Nachwuchauszeichnung im Bereich der Fusionstechnologie an Jungwissenschaftler des KIT
Preisträger Herr Gleason-Gonzales
Der Preisträger Cristian Gleason-Gonzales

18.9.2015.

Cristian Gleason-Gonzalez hat bei der zwei-jährlich stattfindenden Internationalen Konferenz zur Nukleartechnik in der Kernfusion (ISFNT) in Jeju, Südkorea als einer von zwei Preisträgern den ´Student Award´ erhalten, für seine „ herausragenden Beiträge auf dem Feld der Nukleartechnologie für die Fusion“. Der Preis im Wert von 1000 Dollar wurde vom Elsevier-Verlag gestiftet, dieses Jahr zum ersten Mal.
Herr Gleason-Gonzalez ist Physiker und hat im Jahre 2012 seinen Fusion Master im Europäischen Erasmus Mundus Programm an der KTH in Stockholm, Schweden abgeschlossen. Danach begann er mit seiner Promotion am KIT in der Arbeitsgruppe ´Vakuumströmung´ bei  Dr. Stylianos Varoutis im Institutsbereich Vakuumtechnik (Dr. Christian Day) des ITEP. Herr Gleason-Gonzalez beschäftigt sich mit der praktischen Anwendung der DSMC-Methode für die Lösung der Boltzmann-Gleichung  zur Beschreibung von Strömungen im Übergangsbereich. Er konnte diesen Ansatz erstmals erfolgreich zur effizienten Beschreibung der Neutralteilchenströmung im Divertor-Bereich eines Tokamaks anwenden. Auf der Konferenz hat Herr Gleason-Gonzalez die Ergebnisse eines Benchmarks für die japanische Fusionsanlage JT-60SA vorgestellt. Diese Arbeiten finden im Rahmen des EUROfusion-Konsortiums innerhalb des Broader-Approach zwischen Europa und Japan statt.


Das Foto zeigt (v.r.n.l.): David Maisonnier, Europäische Kommission; Cristian Gleason-Gonzalez, KIT; Clare Lehane, Elsevier; Lorenzo Boccaccini, Vorsitzender des ISC der ISFNT, KIT.

 


Neuigkeiten 2014

Preisübergabe
Preisverleihung
Dr. Christian Day und Thomas Giegerich
Dr. Christian Day und Thomas Giegerich
Preis_Dr. Day
European prize for innovation in fusion research

Die zwei KIT-Wissenschaftler Christian Day und Thomas Giegerich vom Institut für Technische Physik (ITEP) wurden mit dem ‚European Prize for Innovation in Fusion Research‘ für ihre Entwicklung eines neuen Vakuumpumpprozesses für zukünftige Fusionskraftwerke ausgezeichnet.
Dieser Prozess, der sogenannte KALPUREX-Prozess, vereinfacht die gegenwärtig verwendeten Verfahren zur Vakuumerzeugung und macht diese wirtschaftlich interessanter. Gleichzeitig verbessert er den Brennstoffkreislauf, um damit ein sicheres Prozessieren des Fusionsbrennstoffs zu gewährleisten.
Mit diesem Preis, der am Dienstag, den 30. September in San Sebastian (Spanien) verliehen wurde, möchte die Europäische Kommission industrierelevante Arbeiten im Bereich Fusion hervorheben und belohnen.

 

Schwere Metalle für leichte Gase

KIT-Wissenschaftler wurden mit dem ‚European Prize for Innovation in Fusion Research‘ ausgezeichnet

Mit Kernfusion können die Energieprobleme der Welt gelöst werden: Wenn die Physiker und Ingenieure erfolgreich sind, würde eine inhärent sichere und praktisch unerschöpfliche Energiequelle zur Verfügung stehen, die zudem nur sehr wenig Abfall und keine CO2 Emissionen verursacht. Nach Jahrzehnten der Entwicklung hat nun die Designphase für das erste Demonstrationskraftwerk in Europa begonnen. Diese Maschine wird das weltgrößte Vakuumsystem werden, mit einem Behälter so groß wie ein fünfstöckiges Wohnhaus. Hierin werden einige Gramm der leichtesten existierenden Gase, in einem Magnetfeld eingeschlossen unter Vakuum, als Plasma bei Temperaturen über 100 Millionen Grad verschmolzen.
In einer offiziellen Zeremonie, die am Dienstag, den 30. September in San Sebastian (Spanien) stattgefunden hat, hat die Europäische Kommission nun die zwei KIT-Wissenschaftler Christian Day und Thomas Giegerich für ihre Entwicklung eines neuen Vakuumpumpprozesses mit dem ‚European Prize for Innovation in Fusion Research‘ ausgezeichnet. Dieser Prozess vereinfacht die gegenwärtig verwendeten Verfahren zur Brennstoffaufreinigung und –rückgewinnung durch Einführen einer zusätzlichen Trennstufe, die einen reinen Brennstoffstrom erzeugt und diesen direkt in die Maschine rückführt. Darüber hinaus verwendet der Prozess Vakuumpumpen, die Flüssigmetalle als Arbeitsmittel verwenden. Daher kommt auch der Name: KALPUREX-Prozess, die Abkürzung für ´Karlsruhe liquid metal based pumping process for fusion reactor exhaust gases´. “Mit diesem Prozess steht uns erstmalig ein kontinuierlich arbeitendes, wirtschaftliches und nicht-kryogenes Verfahren zur Prozessierung des Brennstoffs zur Verfügung” sagt Christian Day, Leiter der Abteilung Vakuumtechnik am Institut für Technische Physik (ITEP) und verantwortlicher Projektleiter für die Gebiete Tritium, Brennstoffzufuhr und Vakuum im Europäischen Fusionsprogramm. “Das ist ein gutes Beispiel dafür was erreicht werden kann, wenn wissenschaftliche Neugier und Ausdauer mit einem eingespieltem Team zusammen kommen”, sagt Herr Day stolz.
Das Erzeugen von Vakuum und das Prozessieren von Brennstoff ist eine herausfordernde Aufgabe in der Fusion, da die benötigten Saugvermögen der Pumpen sehr groß sind und die gepumpten Gase chemisch reaktiv sind. Der Einsatz von Flüssigmetallen als Arbeitsmittel in Vakuumpumpen ist neu und praktisch alternativlos: Sie sind perfekt kompatibel mit dem Fusionsbrennstoff und ermöglichen dadurch eine lange Lebensdauer der eingesetzten Komponenten und Maschinen. “Flüssigmetalle sind über 13 mal dichter als Wasser, was zu hohen mechanischen Beanspruchungen führt und diese Art von Pumpen richtig schwer macht”, sagt Thomas Giegerich, leitender Ingenieur in der KALPUREX-Entwicklung, “aber wir konnten mit den Experimenten in unseren Testanlagen zeigen dass sie tatsächlich funktionieren und dabei auch noch sehr ruhig laufen.“
Der KALPUREX-Prozess wurde inzwischen durch das KIT Innovationsmanagement zum Patent angemeldet. Auch wurden bereits weitere Entwicklungen und Verbesserungen an dem Prozess in enger Zusammenarbeit mit der Industrie begonnen. “ Eine rechtzeitige Industriebeteiligung ist wichtig, schließlich muss die Industrie die benötigten Komponenten, die alle noch keine Standardbauteile sind, herstellen.”, weiß Christian Day. In den nächsten Jahren soll der KALPUREX-Prozess am KIT in einer für Fusionskraftwerke relevanten Größe aufgebaut und erprobt werden. Sobald das erfolgreich umgesetzt wurde, ist das erste Fusionskraftwerk wieder ein Schritt näher gerückt.

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