Home | english  | Impressum | Datenschutz | Sitemap | KIT

Vakuumtechnik für DEMO

 

DEMO (DEMOnstration Power Plant)  nennt man den nächsten Schritt nach ITER, ein Fusionsreaktor, der auch Strom produzieren soll. Um in der Klasse thermischer Großkraftwerke mitspielen zu können ist ein weiterer scale-up zu ITER notwendig, geplant ist etwa eine Erhöhung des Plasmavolumens um 50%, der Plasmadichte um 30%. DEMO soll quasi-stationär laufen, d.h. mit sehr langen Pulsdauern (Größenordnung einige Stunden). Das Konzept eines DEMO ist derzeit noch in der Diskussion. Aus Sicht der Vakuumtechnik ist jedoch klar, dass viele der spezifisch für ITER entwickelten Lösungen von Grund auf neu entwickelt werden müssen. Dies betrifft die primären Vakuumsysteme (Kryopumpen), insbesondere aber die mechanischen Vorpumpsysteme. Mangels derzeit verfügbarer technischer Alternativen verwendet ITER hierfür sogenannte kryogene Kompressoren, die wegen des erhöhten Durchsatzes und der langen Pulsdauern kein Kandidat für DEMO sind.

KIT arbeitet daher auf dem Gebiet der Entwicklung tritiumkompatibler mechanischer Pumpen mit höchsten Saugvermögen und besonders kleinen Enddrücken. Von kommerziellen Anbietern werden verschiedene Typen von mechanischen Pumpen, die für Tritium geeignet sind, angeboten. Leider erreichen diese Pumpen nicht das benötigte Saugvermögen von mindestens 1 m³/s. Ein anderer Pumpentyp, die Rootspumpen, erreichen dieses Saugvermögen, sind aber nicht tritiumkompatibel. Die Verbindung beider Anforderungen in einer Pumpe ist das Ziel dieser Aktivität. Dazu muß der Gasaustausch zwischen ölhaltigem Getrieberaum der mechanischen Pumpe und Prozessgasraum minimiert werden. Das Foto zeigt den Test einer Drehdurchführung unter Tritium in einer Handschuhbox.

 - PIC6 -

Diese Arbeiten finden im Rahmen von EFDA, dem europäischen Fusionsprogramm, statt und sind in die Aktivitäten der Arbeitsgruppe ´Heating & Current Drive, Fuelling & Pumping´ eingebunden.

Weitere Informationen:

 - paper5 -