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Brand- und Explosionsgefahr

Aufbauskizze He-Lager Faubourg
Aufbauskizze He-Lager Faubourg

Bei Brand- und Explosionsgefahren kann zwischen drei Risikofaktoren unterschieden werden: den brennbaren Gasen, Sauerstoff als brandförderndem Gas und Ozon.

brennbare Gase

  • Verflüssigte Gase mit direkter Brandgefahr sind:
  • Methan,
  • LNG (liquefied natural gas) und
  • Wasserstoff.
Bei entsprechenden Mischungsverhältnissen mit Luft kann es zur Detonation kommen [1].
Bei Wasserstoff kann die Vermischung mit Luft z.B. auch durch die Kondensation von Luft im flüssigen Wasserstoff erfolgen.
 
 
Sauerstoff
  • Flüssiger oder gasförmiger Sauerstoff kann
  • Verbrennungsvorgänge stark beschleunigen,
  • die Zündtemperatur erniedrigen,
  • sich in brennbaren Materialien anreichern (insbesondere auch in Kleidung),
    die dann bei Zündung heftig bis explosionsartig verbrennen.
  • Die Abbildung zeigt die Folgen einer He-Reiniger Explosion, die durch die Anreicherung von Aktivkohle mit flüssigem Sauerstoff ausgelöst wurde [15].
Gefahrenquellen in Sauerstoffsystemen:
ungeeignete Werkstoffe, mechanisches Versagen und Verunreinigungen (Rückstände aus Herstellung und Verarbeitung z.B. Öl und Fett, Flußmittel, Schmutz, Rost und Schweißrückstände)

 
Ozon
  • Sicherheitsbedenklich ist die Entstehung von Ozon in Systemen, die Sauerstoff enthalten, und unter Gamma- oder Neutronenbestrahlung stehen. Eine explosionsfähige Menge an Ozon kann bereits aus den Sauerstoffverunreinigungen in einem Flüssig-Stickstoff-Tank entstehen, wenn dieser einer Bestrahlung ausgesetzt ist [16].
Anm.: Als Gefahr muss auch die Möglichkeit von Bränden im Bereich kryotechnischer Einrichtungen angesehen werden.