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Kondensation

Von Kryoleitung abtropfendes Kondensationswasser
tropfendes Kondensationswasser
Vorbeugende Maßnahmen:
  • Nur Behälter mit getrennter Abgas- und Sicherheitsventilleitung ab Behälterinnenraum verwenden.
  • Transportbehälter nicht offen stehen lassen.
  • Abgasleitungen, die ins Freie führen, mit Rückschlagklappen ausrüsten.
  • Vor dem Abpumpen von Kryobädern einen Lecktest durchführen und insbesondere auf Leckagen achten, durch die Luft in den kalten Teil der Apparatur angesaugt werden könnte.
In Anwendungen wie Kältefallen und Kryopumpen wird die Kondensation von Gasen gezielt genutzt. Unerwünschte Kondensationsvorgänge an unerwünschten Stelle können allerdings auf verschiedene Arten eine Gefahr darstellen. Das wichtigste Problem, das durch Kondensation entstehen kann, ist die
Verstopfung der Abgasleitungen

von Kryobehältern durch Eispfropfen aus Luftfeuchtigkeit und/oder Luft. Die Verstopfung bewirkt einen Druckanstieg, der unter Umständen bis zum Bersten des Behälters führen kann.
 
Die unerwünschte Kondensation oder unerwünschtes Einfrieren kann auch folgende Auswirkungen haben:
 
Mechanische Schäden
  • durch Ausfrierungen an Ventilen, Turbinen etc.,
  • durch heruntertropfendes tiefkaltes Kondensat oder
  • durch das entstehende Tauwasser.
 
Druckaufbau bei Desorption
Siehe vorangehende Seite
 
Entstehung explosiver Gemische
  • Durch die Kondensation von Luft oder Sauerstoff in brennbaren Flüssigkeiten oder an brennbaren Festkörpern können entzündliche bis hochexplosive Gemische entstehen. Zum Beispiel bei der Kondensation von Luft oder Sauerstoff
  • im Isolationsmaterial von Transferleitungen,
  • in einem Flüssig-Wasserstoff-Tank oder
  • an der Aktivkohle eines Tieftemperaturadsorbers [15].
 
Wichtig! - Luftkondensat wirkt stark brandfördernd, da es wegen des höheren Siedepunkts von Sauerstoff bis zu 50% Sauerstoff enthält.
 
 
Vorbeugende Maßnahmen gegen Kondensation und deren Folgen:
  • Anlagen vor dem Betrieb gründlich spülen und evakuieren.
  • Im Betrieb bei leichtem Überdruck arbeiten, um das Eindringen von Verunreinigungen durch Leckagen zu vermeiden.
  • Wo möglich - Vakuumisolation verwenden.
Sonst nichtbrennbares Isolationsmaterial verwenden und das Eindringen von Luft mittels Dampfsperre verhindern.