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Sicherheitsanalyse und Sicherheitsmanagement

Ein sicherer kryotechnischer Prozess setzt eine sichere kryotechnische Anlage voraus. Das bedeutet, dass die Sicherheit in jedem Schritt der Auslegung, der Fertigung, der Abnahme und des Betriebs berücksichtigt werden muss.
Um höchste Sicherheit zu gewährleisten sollte die Entstehung einer Anlage in jedem Schritt von einer Sicherheits-Revision begleitet werden. Das Team der Sicherheits-Revision sollte aus
  • dem Projektleiter,
  • dem Sicherheitsingenieur,
  • einem Konstrukteur,
  • einem Kryoingenieur und
  • ggf. weiteren Fachleuten
bestehen.
Als Werkzeuge zur Auffindung von Schwachstellen stehen verschiedene Methoden der Sicherheitsanalyse zur Verfügung. Am meisten verbreitet ist das sogenannte PAAG-Verfahren[17]

Das PAAG-Verfahren

Beim PAAG Verfahren (von Prognose -> Auffinden der Ursachen -> Abschätzen der Auswirkungen -> Gegenmaßnahmen) ist die Grundidee mögliche Abweichungen vom Normalzustand und deren denkbaren Folgen durchzuspielen. Die Vorgehensweise ist, in einem ersten Schritt, die Anlage in Funktionseinheiten zu zerlegen, und für diese Einheiten Sollfunktionen oder Sollzustände festzulegen. Im nächsten Schritt wird mit den Schlagworten MEHR, WENIGER, SOWOHL ALS AUCH, TEILWEISE, UMKEHRUNG und ANDERS ALS hinterfragt, ob bestimmte Zustände Gefahren in sich bergen und ob für diese Gefahren Sicherheitsvorrichtungen vorgesehen sind.
In gleicher Weise können auch Schwachstellen oder Gefahren bei der Anlagenbedienung mit den Schlagworten ZU FRÜH, ZU SPÄT, NICHT, FALSCH gefunden werden.
Im Betrieb der Anlage können Checklisten nach dem Schema "... ist vorhanden, ... ist betriebsbereit" etc. den Operateur unterstützen. Da bei Checklisten jedoch die Gefahr besteht, dass das Denkvermögen ausgeschaltet wird, sollten sie nur als zusätzliche Hilfe verwendet werden.